Bieriges – Bierbrauen.
Nur drei Rohstoffe
Bier ist ein Naturprodukt aus lediglich drei Rohstoffen: Gerste, Hopfen und Wasser. Die Qualität dieser Rohstoffe und natürlich das Know-how des Braumeisters, sind von entscheidender Bedeutung für das Bier.
Braumalz
(Ein-)Geweichte, gekeimte und getrocknete Gerste heisst Malz. Nur in gemälzter Form ist die in den Gerstenkörnern enthaltene Stärke wasserlöslich und bildet beim Kochen (= Maischen) vergärbaren Zucker. Helles Malz gibt später helles Bier, aus dem leicht gerösteten Malz entstehen die dunklen Biere. |
Hopfen
Der typische, leicht bittere Geschmack des Biers kommt vom Hopfen, genauer von den Aromastoffen und Bitterharzen der weiblichen Hopfenblüte (= Dolde). Diese beeinflussen auch die Haltbarkeit des Biers und sorgen für die Beständigkeit des Bierschaums - sofern keine Spülmittelreste am Glas sind. |
Frisches Quellwasser
Höchsten
Ansprüchen hat das Brauwasser zu genügen, denn sein Anteil am Bier
beträgt immerhin rund 90 %. Es muss frisch, biologisch rein und kalkarm
sein. |
Nach alter Väter Sitte
Der Vorgang der Bierherstellung erfolgt - trotz Anwendung modernster
Technik - im Grunde genommen immer noch «nach alter Väter Sitte».
Drei Abschnitte lassen sich dabei klar unterscheiden: das Brauen, das Gären
und das Lagern - was sich allerdings viel einfacher anhört, als es ist. |
Brauen
Das geschrotete (= zerkleinerte) Malz wird in der Maischepfanne
mit Brauwasser gemischt und langsam auf 75 Grad erwärmt. Dabei wird Eiweiss
abgebaut und Malzstärke in Malzzucker umgewandelt. Im Läuterbottich
setzen sich danach die Spelzen (= Schalen der Gerstenkörner) und andere
Feststoffe ab. Was flüssig ist, fliesst in die Würzepfanne, wo der
Hopfen beigegeben wird. In knapp eineinhalbstündiger Kochzeit entsteht jetzt
die sogenannte «Würze». |
Gären
Nach
Trennung aller Feststoffe und anschliessendem abkühlen auf 6 Grad wird der
nun «klaren Würze» ein wichtiger, natürlicher
Hilfsstoff beigegeben: die Hefe. 5 bis 8 dl dieses mikroskopisch kleinen Spaltpilzes
pro Hektoliter Würze genügen, um den Gärungsprozess in Gang zu
setzen. Dabei wird der Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt.
Auf der Oberfläche der offenen Gärbottiche bildet sich eine braunweisse
Schaumdecke, die «Kräuse», die während etwa sieben Tagen
wächst und
wächst - und dann zusammenfällt: Die Würze hat sich in «Jungbier»
verwandelt. |
Lagern
In modernen Metalltanks, die vollautomatisch gekühlt werden, reift das Bier während rund zwei Monaten aus. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt erfolgt die Nachgärung. Der Grossteil des noch vorhandenen Malzzuckers wird in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Und weil letzterer aus dem Lagertank nicht entweichen kann, sättigt und bindet sich das Bier damit: Es wird spritziger und bekömmlicher. Gleichzeitig vollzieht sich auch eine natürliche Klärung. |
Schematische Darstellung Brauprozess
Ablauf Brauprozess
1) Das Malzsilo
2) Die Schrotmühle
3) Der Maischbottich
4) Die Maischpfanne
5) Der Läuterbottich
6) Die Würzepfanne
7) Filtrierapparat
8) Kühlapparat
9) Die Gärbottiche
10) Die Lagertanks
11) Die Filtration
12) Die Abfüllung
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