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Biersteuer

  • Seit dem 1. Juli 2007 ist das neue Biersteuergesetz in Kraft.
  • Der Steuertarif ist in 3 Kategorien unterteilt, Leichtbiere bis 10 Grad Plato, Normal und Spezialbiere von 10.1 bis 14.0 Grad Plato und Starkbiere über 14.1 Grad Plato.
  • Die Steuersätze betragen pro Hektoliter Leichtbier CHF 16.88, Normal- und Spezialbier CHF 25.32 und Starkbier CHF 33.76.
  • Kleine Brauereien mit einer Jahresproduktion unter 55'000 hl werden zu einem reduzierten Satz besteuert.
  • Für Hausbrauereien ist ein steuerbefreiter Eigenkonsum von jährlich 400 Liter zulässig, bei Vereinsbrauereien 800 Liter.

Zur Geschichte der Biersteuer

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts befasste sich die Politik erstmals damit, das Bier zu besteuern. Aufgrund eines zusätzlichen Finanzbedarfs des Bundes wurde ab 1927 auf die Einfuhr von Bier, Braugerste und Malz neben dem Zoll zusätzlich Zollzuschläge erhoben. Bier wurde so erstmals zu einer Finanzquelle des Bundes.

In der Zeit von 1935 bis 1937 existierte die allgemeine Getränkesteuer. Diese war infolge der Wirtschaftskrise der 30er Jahre eingeführt worden. Dieser Steuer waren neben Bier und Wein auch sämtliche nichtalkoholischen Getränke unterworfen. Auf Druck der entsprechenden Branchen wurde die Getränkesteuer 1937 aufgehoben, lediglich die Steuer auf dem Bier blieb bestehen.

Bis zum Inkrafttreten der neuen Bundesverfassung am 1. Januar 2000 gab es eine fiskalische Obergrenze für die Besteuerung des Bieres, die  im Verhältnis zum Bierpreis festgesetzt wurde. Bis zum Inkrafttreten des Biersteuergesetzes am 1. Juli 2007 stützte sich die Besteuerung des Bieres noch auf den Bundesratsbeschluss von 1934.

Seit 1937 haben wir in der Schweiz die Situation, dass nur Bier und Spirituosen besteuert werden, Wein hingegen nicht.